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Flutkatastrophe in Nepal: Mehr als 1.000 Tote, Tausende vermisst

Die Flutkatastrophe in Nepal hat die Marke von 1.000 Todesopfern überschritten: Tausende Menschen werden noch vermisst, viele davon Arbeiter an Wasserkraftanlagen am Fluss Trishuli. International wächst die Hilfe, während die Rettungskräfte weiter unter schwierigen Bedingungen suchen.
Flutkatastrophe in Nepal: Mehr als 1.000 Tote, Tausende vermisstQuelle: AP © Rajesh Kumar Singh

Die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe in Nepal hat die Marke von 1.000 überschritten, teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde mit. Ihren Angaben zufolge werden zudem mehr als 3.900 Menschen – darunter rund 580 Ausländer – vermisst, mehr als 600 von ihnen Arbeiter von Wasserkraftanlagen entlang des Flusses Trishuli, wo die Lage weiterhin angespannt ist. Sie könnten sich in einem verzweigten Tunnelsystem befinden, dessen Zugang durch Schlamm- und Geröllmassen erschwert ist.

Auf chinesischer Seite der Grenze kamen unterdessen laut der Nachrichtenagentur Xinhua infolge der Naturkatastrophe in der vergangenen Woche 16 Menschen ums Leben, 546 weitere werden vermisst.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine Erklärung der nepalesischen Armee, dass 9.199 Sicherheitskräfte in den betroffenen Gebieten eingesetzt wurden, um die Suche und Rettung von Verletzten zu koordinieren, bei der Bergung von Leichen zu helfen, blockierte Straßen zu öffnen und Notfallversorgung zu leisten. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde sind insgesamt 21.314 Angehörige der Sicherheitskräfte im Einsatz – neben der Armee auch 7.912 Polizisten und 4.203 Angehörige der bewaffneten Polizei (Armed Police Force). Landesweit seien bislang mehr als 11.900 Menschen gerettet worden.

Der nepalesische Ministerpräsident Balendra Shah erklärte in einem Social-Media-Beitrag, Tausende Bürger hätten ihre Häuser, Familien und ihr Eigentum verloren, und sicherte den Betroffenen weitere Unterstützung zu. In einigen Gebieten seien Strom- und Kommunikationsleitungen bereits wiederhergestellt worden, so Shah weiter.

Derweil trifft zunehmend internationale Hilfe im Land ein: China will nach Angaben seines Außenministeriums DNA-Experten sowie eine weitere Lieferung mit Hilfsgütern, darunter Drohnen und Wasseraufbereitungsanlagen, in die betroffenen Gebiete entsenden. Südkorea kündigte laut Reuters die Entsendung eines 44 Menschen starken Notfallteams in die Region Rasuwa an. Unter den dort vermissten Personen befinden sich auch neun südkoreanische Staatsbürger, die an einem Wasserkraftprojekt gearbeitet hatten.

Nepal hatte in der vergangenen Woche ausländische Unterstützung bei allgemeinen Such- und Rettungseinsätzen zunächst abgelehnt, spezialisierte technische Hilfe jedoch angefordert. Nach Angaben von Shah seien bereits Hilfsgelder in Höhe von mehr als 42 Millionen US-Dollar ins Land geflossen, mit weiter steigender Tendenz.

Die Naturkatastrophe brach am Morgen des 26. August 2026 über Nepal herein. Nach vorläufigen Daten wurde die Flut durch einen Gletscherbruch und einen Erdrutsch an der Grenze zu China verursacht – etwa 20 Kilometer nordöstlich des Grenzübergangs Rasuwagadhi.

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